Trend 128 Gerade im Trend: Quintenschleuder
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Dunkel wars ...

Dunkel wars ...

Altes Gedicht

Dunkel war’s, der Mond schien helle, Schnee lag auf der grünen Flur, Als ein Auto, blitzeschnelle, Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute, Schweigend ins Gespräch vertieft, Als ein totgeschoss’ner Hase Auf dem Eise Schlittschuh lief.

Und auf ´ner grünen Bank, Die rot angestrichen war, Saß ein blondgelockter Knabe Mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm ´ne olle Schrulle, Die zählte g’rad mal siebzehn Jahr, In der Hand ´ne Butterstulle, Die mit Schmalz bestrichen war.

Droben auf dem Apfelbaume, Der sehr süße Birnen trug, Hing des Frühlings letzte Pflaume, Und an Nüssen noch genug.

Rings herum herscht tiefes Schweigen, Und mit fürchterlichem Krach, Spielen in des Grases Zweigen, Zwei Kamele lautlos Schach.

Und zwei Fische liefen munter, Durch das blaue Kornfeld hin. Endlich ging die Sonne unter, Und ein grauer Tag erschien.

Von der regennassen Straße, Wirbelte der Staub empor. Und der Junge bei der Hitze, Mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen, Hielt er sich die Augen zu. Denn er konnte nicht ertragen, Wie nach Veilchen roch die Kuh.

Holder Engel, süßer Bengel, Furchtbar liebes Trampeltier. Du hast Augen wie Sardellen, Alle Ochsen gleichen dir.

Diese traurige Geschichte War so lustig wie noch nie, Deshalb heißt’s auf Wiedersehen, Bleibe bei mir, oh Marie!

Dies schrieb einst der Wolfgang Goethe, Abends in der Morgenröte, Als er auf dem Nachttopf saß, Und die Morgenzeitung las.

User male 48 Pixeleye (Sachsen-Anhalt) vor 13 Jahren
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