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gefallenes Mädchen

gefallenes Mädchen

Veralteter Begriff für Mädchen oder FrauenendiemithohenHackenklackenkannmangutbeimKacken_hacken), die früheren patriarchalen Moralvorstellungen nicht genügten. Im 18., 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts noch üblich für eine Frau, die vorehelichen (auch erzwungenen) Geschlechtsverkehr hatte, insbesondere, wenn eine Schwangerschaft erfolgte. Meist folgte der gesellschaftliche Abstieg bis zur Prostitution. Im Laufe der Emanzipation verschwand der Begriff allmählich in der Alltagssprache.

User female 48 Vollkorn (Niedersachsen) vor 11 Jahren
Trend 128
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Dazu: "Es gibt gefallene Mädchen und solche, die nicht gefallen haben." Weiß jemand, von wem das ist? (ich weiß es nicht) Rückenkratzer vor 8 Jahren
Wenn ich also altruistisch einer auf dem Eise ausgerutschten Frau auf der Straße hochhelfe, habe ich dann einer Nutte wieder auf die Beine geholfen!? Geisenau vor 8 Jahren
Jo, ist auf Wikipedia vertreten. Allerdings denke ich, dass die früheren Moralvorstellungen nicht unbedingt oder nur dem Patriarchat erwachsene waren. Natürlich war das 'ne Männerwelt, aber man sollte nicht die subtilen Einflüsse der Frauen unterschätzen. Schließlich wurden/werden Männer in der Hauptsache von Frauen erzogen. Schon Rilke schreibt über seine Mutter, die nicht erkannt oder respektiert hat, dass er "baut" und die ihn "einreißt": "Sie liegt in einem hohen Herzverschlag, und Christus kommt und wäscht sie jeden Tag." Diese "lieblichen, unterwürfigen Weibchen" konnten zu wahren Racheengeln und Aasgeiern mutieren, wenn eine Geschlechtsgenossin vom Pfad der Tugend abgekommen war. Egal, ob selbstbestimmt oder als Opfer der Umstände. Möchte nicht wissen, wieviel Neid über unkonventionelle Lebensweisen mitgeschwungen haben mag. Söhnen und Männern wurde eingeimpft, was gut und was schlecht ist. Die durch eine literarische Armada von Männern verfasste Poesie belegt einen sentimentalen Mutterkult, der (im dritten Reich nochmal besonders kultiviert) bis hin zu Heintje, Freddy Quinn und Konsorten seine Fortsetzung findet: Mama auf dem Sockel gehört das Herz und alle anderen Weiber taugen nichts. Sogenannte "gute Ehefrauen" haben ihrerseits Denkmuster und Erwartungshaltungen bedient und weitergegeben. In welchem Ausmaß während der NS Zeit auch die Damen der Gesellschaft und Parade-Frauen klein Adi seinen Weg nach oben ebneten bzw. die graue Eminenz hinter Befehlshabern waren, ist erwiesen. Die lieben Blondchen verloren jede Contenance und waren in der ersten Reihe, als es darum ging, die Villen und Kleiderschränke des enteigneten jüdischen Geldadels zu fleddern. Wie auch immer, die bewusst oder unbewusst vermittelten moralischen Aufträge ziehen bis heute eine gewisse Verunsicherung auf beiden Seiten nach sich und sind Keim vieler Beziehungsprobleme. Rilke, Kästner, Brecht haben sich im Erwachsenenalter zur Auseinandersetzung entschieden. Dass "Mann" sich mittlerweile bestimmter Mechanismen bewusst wird, zeigen Publikationen wie "Liebe Mutter, du tust mir nicht gut". Vielleicht alles etwas grob vereinfacht, sollte aber nicht außer Acht gelassen werden... Lass' mich raten @Rückenkratzer: Brecht oder Heinz Erhardt? Könnte u.U. sein, dass es sich um 'ne ausgerutschte Nutte handelt. Ja, Herr Geisenau. Regine vor 8 Jahren