Trend 128 Gerade im Trend: Hopfenschorle
Wibbel

Wibbel

Heißt eigentlich Tremolo und ist der Hebel an einer Gitarre, mit dem man die Saitenspannung und damit die Tonhöhe verändern kann.

Was auch sehr geil is, sind die Wibbel Sounds (weiss nicht wie man sie nennt). Spiel nen Ton an, drück das Tremolo schnell nach unten .

User male 48 Herr_cooles (Hessen) vor 11 Jahren
Trend 128
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"Tremolo" als Bezeichnung für dieses Stück Hardware hat sich eingebürgert, ist aber nicht korrekt. Der "Wibbel" heißt korrekt Vibratohebel, und es gibt das System in drei Hauptbauformen. Es beruht auf einer mechanischen Herabsetzung der Saitenspannung, wodurch der gespielte Ton tiefer wird. Man kann das System auch zum mechanischen Erzeugen von Vibratos benutzen, was man als passionierter Old-Schooler aber vielleicht lieber mit der Greifhand erledigt ;-) 1. Das Bigsby-System, das aus einer Ankerplatte mit Umlenkrolle, an der Umlenkrolle befestigtem Hebelarm, einer Niederhalterwalze und den Saitenreitern besteht. Die Vibratomechanik basiert auf einer starken Stößelfeder, die von einem langen Hebelarm niedergedrückt wird, wodurch die Saiten geringfügig an Spannung verlieren. Waghalsige Dive-Bombs sind damit nicht möglich, vielmehr ein charaktervoll-subtiles Schimmern um die Hauptnote herum. Neil Young ist einer der bekanntesten Bigsby-User. Up-Bendings sind nicht möglich; Verlust der Stößelfeder droht. 2. Das Fender-System, basierend auf einer Federkammer auf der Rückseite, einer Grundplatte, die sowohl Saitenreiter, als auch Vibratohebel trägt, die ihrerseits auf einem Meallklotz sitzt, durch den die Saiten gefädelt werden. Es ist gegenüber dem Bigsby-Vibrato das simplere der Vibratosysteme, hat aber eine deutlich größere tonale Bandbreite, inklusive der Resonanzen der Federn in der Federkammer, die eine Art Halleffekt bilden können, so die richtigen Frequenzen getroffen werden. In gewissen Grenzen, so das System schwebend über der Gitarrendecke eingestellt ist, sind auch Up-Bendings möglich. 3. Das Floyd-Rose-System: Es ist das modernste aller Vibratosysteme. Sein Einsatz ist besonders auf Heavy-Äxten gefragt. Es baut ähnlich wie das Fender-System, ist diesem gegenüber aber mit Goodies wie Saitenklemmen oben am Sattel ausgerüstet. Der Metallblock, der Saitenreiter, Saitenführungen und den arretierbaren Vibratoarm trägt, schwingt gänzlich ohne Anschlag auf der Gitarrendecke und wird durch das Zusammenspiel der Federn in der Federkammer und der Saitenspannung in Balance gehalten. Mit ihm sind die weiter oben beschriebenen Dive Bombs möglich, ein Herabsetzen der Saitenspannung fast bis zur völligen Erschlaffung der Saiten, ebenso das jaulend klingende Hochziehen des Tons, das man als Old-Schooler durch Ziehen der Saite quer übers Griffbrett erzeugt. Speckkäfer vor 9 Jahren