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Das Problem mit Hardware totschlagen

Das Problem mit Hardware totschlagen

In der IT und speziell in der Internet-Umgebung herrscht seit vielen Jahren die Unsitte, unsauber programmierte Routinen, die einen Prozeß (unter Last, z.B. Besucheransturm) langsam werden lassen, nicht zu optimieren, sondern über das reichlich vorhandene Budget lieber schnellere Server anzuschaffen, anstatt sich des eigentlichendiePille) Problems anzunehmen.

Wo immer diese ironische Redewendung vorkommt, wird damit bereits impliziert, daß dies eigentlich nicht die Lösung sein kann (d.h. das Problem in Wirklichkeit gar nicht gelöst wird). Meistens stellt sich hinterher auch noch heraus, daß die "ordentliche" Lösung auch noch die günstigere gewesen wäre.

Mit dem Wort "Totschlagen" wird unterschwellig auf die "brutale", simpelstmögliche Art und Weise, sich des Problems zu entledigen, hingedeutet.

CIO: "Chef, sollen wir nicht doch einen ordentlichen Programmierer einstellen, der unseren langsamen, alten Webshop mal endlich auf Vordermann bringt, oder sollen wir das Problem lieber mit Hardware totschlagen?" CEO: "Was ist einfacher und günstiger?"

User male 48 Hättichmalwasanständigesgelernt (Nordrhein-Westfalen) vor 9 Jahren
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In verschiedenen Server Support Abteilungen wird auch nach der Raver Methode gearbeitet - Teile schmeissen und dumm grinsen. Saturnous vor 9 Jahren
Die Hardware kann man denen aber besser aufschwatzen inkl. teurer Installation. *vermut* Crush vor 9 Jahren
ein Problem sind Programmierer, die "if (bedingung==false)" schreiben - wie sollen die überhaupt auf den Gedanken kommen, ihre Routine könnte ineffizient sein? Entscheidungen fällen dann günstigerweise Kaufleute, die aber häufig weder von Mathematik und schon gar nicht von Programmierung irgendeine Ahnung haben. d.h. selbst wenn Du als Programmierer mathematisch beweisen könntest, dass sich eine Routine effizienter gestalten ließe, bleibt es dennoch unwahrscheinlich, dass Du die Entscheider tatsächlich davon überzeugen kannst. wirklich traurig wird's dann, wenn nach dem Motto "was nix kost't, des is au nix!" verfahren wird und die nachhaltigere Variante der Codeoptimierung statt dessen mit Hardware erschlagen wird... - da hat man klare Kosten und meint immer, ein - mehr oder weniger klares - Anforderungsprofil auch tatsächlich überprüfen zu können. Carilian vor etwa einem Jahr
ach ja: eigentlich kenne ich die Redewendung als "mit Hardware erschlagen"... sinnigerweise ist das Bild dazu ein Journalist, der unter einem Bücherregal begraben wird... damit sieht zunächst jeder das Chaos des umgefallenen Bücherregals (hier wurde an einer Problemlösung gearbeitet!), nur das eigentliche "Problem" (den Journalisten) sieht man erstmal nicht... Carilian vor etwa einem Jahr