Trend 128 Gerade im Trend: verbastelt
Zahnkrebs
Holzgitarre

Holzgitarre

Despektierlich oder scherzhaft für eine "normale" akustische Gitarre im Gegensatz zur elektrischen Gitarre (die - ganz nebenbei – auch zum größten Teil aus Holz besteht).

»Was steht denn hinter dem grandiosen Monte auf der Bühne und macht den satten Sound: ein fetter Röhrenverstärker feinster Bauart! Und warum hat der Holzgitarrenspieler wohl eine Feedback-Bremse im Schallloch seiner Klampfe: weil er aus den Röhren einen brachialen Sound herausholthineinalserherausholt), der mit einer Westerngitarre nicht mehr viel zu tun hat.«

User male 48 Herr_cooles (Hessen) vor 10 Jahren
Trend 128
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Bei aller Liebe zur Mundmischerei, aber bis auf die National-Resonatorgitarre mit ihrem verchromtem Messingkorpus (und ihr Vorläufer, die *Dobro* aus dem Hause Dopyera Brothers) besteht nahezu JEDE Gitarre aus Holz. Also sind auch die strombetriebenen Varianten, wie die dicken Jazzmamas, oder die reinen Brettgitarren wie Gibson Les-Paul, SG, Explorer, Flying V, Fender Stratocaster und Telecaster und wie sie alle heißen, Holzgitarren, und nicht nur die akustischen Schwestern. Was man als zärtlich-despektierlichen Begriff für die E-Gitarre benutzen könnte, wäre "Speckbrett". Das gälte dann für abgeschabte, angeranzte Modelle wie Keith Richards olle Telecaster. Einzig die Modelle des Herstellers "Ovation" besitzen einen Korpus aus dem Kunststoff Lyrachord (R), die Decke jedoch ist traditionell aus Holz gefertigt. Westerngitarre verstärkt über Röhrenamp: Macht wenig Sinn, klingt auch ziemlich ungeil. Denn die zur elektrischen Verstärkung akustischer Gitarren eingesetzten Tonabnehmer modernerer Bauart basieren auf höhenlastig übertragenden piezokeramischen Bauelementen. Deren Ton ist allenfalls im Klarklang einigermaßen schön. Röhrenverstärker jedoch klingen erst im Bereich der Übersteuerung richtig geil, und da macht eine Solidbody-Gitarre mit klassisch magnetischen Tonabnehmern erheblich mehr Sinn und klanglich auch mehr Spaß, denn die Akustikgitarre wird auch mit Schalloch-Diaphragma IMMER zu Feedback tendieren, leider nicht das geile Feedback, das ein gewisser Neil Young mit einerm kaputten Mini-Humbucker aus Epiphone-Fertigung erzeugt, sondern ein gellendes, höhenlästiges, bzw. höhenlastiges, auf Dauer auch endstufenzerjubelndes Pfeifen. Man könnte freilich einen Magnettonabnehmer ins Schalloch einhängen, aber dessen Klang ist eben der klassische E-Gitarren-Magnetklang; die Klangeigenschaften und -farben der akustischen Gitarre gehen mit ihm weitgehend verloren. Vielen Dank fürs Zuhören ;-) Speckkäfer vor 10 Jahren
Boah da sind ja zwei Snickers weg und ich hab immer noch nicht alles "gehört". Fühl mich jetzt irgendwie um meine Zeit betrogen ;-) Kellner vor 10 Jahren
Wieso, Herr Kellner? Haben Sie den Ausführungen des Panzerinsekts noch etwas hinzuzufügen? Ist doch alles in epischer Ausführlichkeit erklärt worden. Windsbraut125 vor 10 Jahren