Trend 128 Gerade im Trend: Träum weiter!
Karius und Baktus

Karius und Baktus

Pädagogische Geschichte über Karies in den 70-ern, um Kinder (meine Generation) zur Zahnpflege zu animieren.

User male 48 1982-ndw (Rheinland-Pfalz) vor 11 Jahren
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Haha, die kenne ich noch! *ggg* Werwolf vor 11 Jahren
"Es wurde zwar versucht, die beiden Bakterien unsympathisch darzustellen, doch soll es auch schon vorgekommen sein, dass Kinder Mitleid mit den beiden bekamen und sich deswegen weniger gern die Zähne geputzt haben sollen (Baktus erinnert mit seiner Frisur und seiner grün-gelben Kleidung frappierend an Pumuckl, zumal die Figur in der deutschen Synchronisation dazu noch von Hans Clarin, der Stimme von Pumuckl gesprochen wird)." Wiki *lol* Regine vor 11 Jahren
Ich weiß zwar nicht was das mit Mundmische zu tun hat, aber anscheinend finden es ja alle gut. Dann versuch ich mal mein Glück mit der Dicken Elfie Ömmel... Cocolino vor 11 Jahren
Und Rintin ,Fury Lassie,Flipper und die Sesamstrasse und.............. Eli vor 11 Jahren
und skippy, das buschkänguruh :-) Ypsilon vor 11 Jahren
Kann natürlich endlos weitergeführt werden, wie die Kiste mit den Auto-Kennzeichen. Klar haben Buch- oder Serientitel nichts mit MM zu tun, Cocolino. Es sei denn, sie werden kreativ in einen anderen Kontext gesetzt. Beitragsmäßig biste ja dann doch auf den Zug aufgesprungen. Genug "Sternchenfutter" zum Runtervoten hab' ich dir aber auf jeden Fall dafür hinterlassen. ;-) Regine vor 11 Jahren
^"Karius und Baktus" aus "Der kleine Erziehungsberater" von Axel Hacke^ *>>* Vor einigen Jahren haben wir eine Tonbandkassette mit einem kleinen Hörspiel geschenkt bekommen. Von einem Jungen namens Jens war da die Rede, der sich nie die Zähne putzte und in dessen Gebiss deshalb zwei winzige Widerlinge namens Karius und Bakrus große Löcher hackten, bis Jens entsetzliche Zahnschmerzen bekam. Meine Kinder haben das interessant gefunden. Auch ich habe die Kassette seither wohl tausendmal hören dürfen. Wir brauchen sie eigentlich gar nicht mehr. Wir können sie nämlich auswendig. Pädagogisch habe ich diese liebe Geschenk folgendermaßen eingesetzt: Die Kinder mussten fortan unter Aufsicht Zähne putzen. Jedes Mal, wenn sie Zahncreme ins Waschbecken spuckten, habe ich gerufen: "Schau, da ist der Baktus drin. Noch ein bisschen weiterputzen, dann kommt der Karius auch noch." Oder so ähnlich halt. Es geht seit Jahren so, ich sagte es schon. Die Sache ist zur Routine geworden. Irgendwann bin ich beim Zähneputzen mal rausgegangen, bis die Kinder gerufen haben: "Was ist da drin!?" Dann bin ich gekommen, habe kurz geschaut und habe mürrisch gesagt: "Der Karius." Oder: "Die Hälfte. Schön weiterputzen!" Es kam der Tag, an dem ich gar nicht mehr hingegangen bin. Mein Sohn hat ins Erdgeschoss runtergebrüllt: "Was ist da drin!!?" Und ich habe in den zweiten Stock hinaufgeschrien: "Die Hälfte." Oder: "Dreiviertel." Oder: "Alles." Irgendwie scheinen die Kinder zu glauben, wir hätten seherische Fähigkeiten. Oder sie brauchen diese Ritual. Jedenfalls fragen sie immer wieder, morgens um sieben und abends um sieben: "Was ist da drin?" Was soll ich jetzt machen? Soll ich ihnen erklären, dass es Karius und Baktus nicht gibt? Dass ich in diesem weißen Zahncremeschaum genauso wenig erkenne wie sie? Das geht nicht. Dann glauben sie mir am Ende nichts mehr. Also brülle ich weiter, aus dem Garten, aus der Küche, aus dem Bett: "Die Hälfte!" Lassen wir die Dinge, wie sie sind. Elternschaft ist eine Form milden Irreseins, da kommt es auf ein Zähneputzritual nicht mehr an. So wird es gehen bis in alle Ewigkeit. Ich werde eines Tages im Schaukelstuhl eines Seniorenheims sitzen, und das Telefon wird zweimal am Tag klingeln, und ich werde ein wenig schwerhörig sein, und mein Sohn, der dann als Cola-Manager in Atlanta/Georgia leben wird, wird in mein Ohr schreien: "Was ist da drin?" Und ich werde zurückbrüllen über den Atlantik und halb Nordamerika: "Die Hälfte! Weiterputzen!" *<<* Regine vor 11 Jahren
*LOL* Sehr, sehr schöne Story! :-) Gisbört vor 11 Jahren