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Feldversuch Deutschland

Feldversuch Deutschland

Für die Gegner der Atomkraft bedeutet jedes weitere Jahr Laufzeit ein weiteres Jahr GAU-Risiko. Die Bundesregierung beruhigt das Volk mit dem Märchen von den modernsten und sichersten Reaktoren der Welt, die in Deutschland stehen. Tatsache ist: Der deutsche Atomkraftwerkspark ist der drittälteste in der Welt. Nur in den USA und Großbritannien sind die Mühlen älter. Unsere angeblich sichersten und modernsten Meiler der Welt ähneln in Wahrheit altersschwachen Autos ohne ABS, Airbag und ESP. Würden sie heute noch einmal gebaut, dürfte der TÜV sie nicht zulassen. ^(Quelle "Die Atom-Lüge", Stern Nr. 39)^

Erna: "Hier steht, Neckarwestheim 2, das jüngste AKW, sei schon vor 21 Jahren ans Netz gegangen, und Biblis A, der älteste noch aktive Reaktor, hätte bereits 36 Jahre auf dem Buckel. Außerdem wären Betriebszeiten von bis zu 50 Jahren, wie sie nach den neuen Plänen der Bundesregierung vorgesehen sind, bisher noch nirgendwo ausprobiert worden... Wie kann die Regierung dann sagen, unsere Kernkraftwerke sind sicher? Grimms Märchen oder was?!"

Ernie: "Tja, vermutlich machen die hier den Feldversuch Deutschland, um herauszufinden, wie lange ein Atomkraftwerk hält."

User female 48 Regine (Nordrhein-Westfalen) vor 9 Jahren
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Danke für die Info. Ich nahm bisher an, die bulgarischen und anderen Ostblockschrottreaktoren wären älter. Deine Ausführungen stimmen aber - leider. Werwolf vor 9 Jahren
Nicht dafür, Werwolf. Ist doch 'n toller Nebeneffekt von MM, dass man außer Wortpanschereien auch ein paar Informationen austauschen bzw. verbreiten kann. Regine vor 9 Jahren
Die Dinger sind absolut sicher! Seh ich immer bei den Simpsons. Homer reißt immer alles wieder raus, bei jedem Störfall :-)) Wir brauchen nur mehr Homer um es zu bedienen. Solange bis der nächste Stuxnet mal komplett die Steuerung übernimmt. Manchem Vorstand der Energieriesen und auch Frau Murksel ist es wohl nicht klar, das Stecker rausziehen und Kraftwerk damit stillegen nu mal nicht möglich ist. Mibu vor 9 Jahren
Ja klar, Homer würd's richten! Der ist doch selbst ein einziger Störfall. :-) "Simpson, wie kommen sie dazu, mein Kraftwerk zu ruinieren?" "Ähm, das ist mein erster Tag, Mr. Burns." Jo, die Sache mit dem Virus wär' natürlich noch 'ne ganz andere Variante. Ansonsten geht Stecker einfach 'rausziehen wirklich nicht. Meiler sind die denkbar schlechteste weil unflexibelste Wahl in Brücken-Verbindung mit z.B. Windstrom. Mal bläst der Wind, mal nicht. Wollte man so viel sauberen Windstrom wie möglich einspeisen, müssten sich die Atommühlen an den Wind anpassen. Geht aber nicht. Ein AKW ist entweder eingeschaltet oder ausgeschaltet. Es dauert ein/zwei Tage, bis so eine Anlage runter- und wieder raufgefahren ist. Also läuft sie weiter und weiter und blockiert die Stromnetze. Auch bei Wind. Regine vor 9 Jahren
Ich habs doch gewußt. Die Dinger sind nicht Öko-kompatibel. :-) Mibu vor 9 Jahren
Biblis A steht quasi vor meiner Haustür, 20 km Luftlinie entfernt, das ist das wirklich Gruselige an dem Schrottmeiler. Und erst letztens hat König Roland hier in Hessen das Okay für ein Kohlekraftwerk gegeben. Die Politik will doch gar nicht auf erneuerbare Energien umsteigen, damit kann man doch kein Geld verdienen, jedenfalls nicht kurzfristig, aber keins von den Arschlöchern denkt an später. Es geht nur um den Profit von heute. Was morgen ist - wen juckt's? Speckkäfer vor 9 Jahren
Da fällt mir doch glatt Loriot's "Weihnachten bei Hoppenstedts" ein Mibu vor 9 Jahren
*lol* Mibu: Geil, oder? Regine vor 9 Jahren
Absolut... und die Kühe fallen um... Ich kann's immer wieder ansehen Mibu vor 9 Jahren
"Zicke-Zacke-Hühnerkacke" "Wir tun einfach alles ins Treppenhaus. Mal sehen, ob die Luft rein ist..." ^^ ____ Speckkäfer, meinst du das Sympathiemonster Roland Koch? Wobei mir ein Kohlekraftwerk lieber wäre als ein AKW. Aber in der Tat ist Politik und Wirtschaft sträflich kurzsichtig wenn nicht sogar blind. Ein Auszug aus dem Bericht beschreibt: "Im alten Denken der zentralwirtschaftlich gelenkten Stromkonzerne ist der Umbau der Energie-Infrastruktur ein Kostenfaktor. Tatsächlich liegt darin aber eine der größten Chanchen für die deutsche Wirtschaft. Im Know-how und im Anlagenbau für Wind- und Solarstrom gehört Deutschland weltweit zur Spitzengruppe. US-Präsident Obama will die "clean energy economy" zu einem zentralen Wirtschaftszweig ausbauen. Sein Vorbild dabei sind deutsche Unternehmen. Im April besuchte er eine Windräderfertigung von Siemens in Iowa. "Unglaublich eindrucksvolle Technologie!", schwärmte Mr President. Yes, we can! Endlich mal ein ökonomischer Megatrend, den Deutschland nicht verschläft, sondern bei dem es vorn, ganz vorn dabei ist. Oder nur dabei war? Die Laufzeitverlängerung des Atomstroms nimmt Forschung, Entwicklung und Investitionen in alternative Energien einen Großteil ihrer Attraktivität. Die befürchtete Vollbremsung in dieser Schlüsseltechnologie wäre ein GAU für die deutsche Volkswirtschaft." Zum Kotzen, sag' ich nur. Ich will diese Hampelmänner nicht mehr haben! Regine vor 9 Jahren
Ich auch nicht! Werwolf vor 9 Jahren
Wer will die schon. Die wollten sich immer nur selber.. Zuviel Macht, zuviel Geld, zu wenig im Kopf, zu gierig, zu realitätsfremd Mibu vor 9 Jahren
Ist schon absurd. Keiner will die, und trotzdem sind sie da. Regine vor 9 Jahren
in 100 Jahren sind se wech, garantiert.. Ok, wir auch.. Mibu vor 9 Jahren
...wenn uns nicht schon vorher ein Störfall dahinrafft. Trotzdem habe ich die Hoffnung, dass diese intellektuellen Sparversionen mit ihren Verlegenheits-Machterhaltungsprogrammen nicht durchkommen. Es regt sich überall Widerstand. Selbst der Atomprotest ist heute breiter in der Gesellschaft verankert, als noch in den 70er oder 80er Jahren. Mittlerweile würden auch eingefleischte Stammwähler weniger traditionsorientiert ihre Stimme abgeben, sondern eher vernunfts- oder besser hoffnungsgesteuert das Heil bei anderen Parteien suchen, stünden jetzt Wahlen bevor. Ist schon interessant, dass z.B. auch treueste Gelb-Anhänger enttäuscht dem Elend den Rücken kehren. Regine vor 9 Jahren
Es ist viel passiert in der letzten Zeit. Finanzkrise usw. Die Deutschen waren noch nie die, die schnell auf die Barrikaden gegangen sind. Ok, die alternative Szene hat da immer rebelliert. Aber mittlerweile geht auch Hans und Franz, und auch der Gerda das alles gegen den Strich. Und die FDP war schon immer eine Opportunistenpartei. Solange wir so mächtige Industriemagnaten haben wird sich nichts ändern. Die halten die Fäden in der Hand, und lassen die Püppchen tanzen Mibu vor 9 Jahren
Dann muss man eben die Systemfrage stellen. Lt. GG ist nämlich 1. nicht festgelegt, welches Wirtschaftssystem wir haben müssen, und es ist dem Volk auch in die Hand gegeben, sich gegen diejenigen zu wehren, welche das GG und damit die BürgerInnenrechte abschaffen wollen. Eins muss jeder verstehen: Dass die Wirtschaft nämlich dem Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt. Werwolf vor 9 Jahren
Die Wirtschaft hat schon immer Einfluß auf die Politik gehabt, nur mit welcher offenen Frechheit das nun alles geschieht, sieht nun auch so langsam der Blindeste Mibu vor 9 Jahren
Ob dies richtig - im Sinne von akzeptabel - ist, stellt noch eine ganz andere Frage dar. Die hatte sich schon ein Herr aus dem Rheinland gestellt, der das alles ganz genau analysierte. Das wird aber wohl in BWL nicht gelehrt. Zum Thema BWL hat Volker Pispers ein paar sehr deutliche Worte gefunden. Was die Dreistigkeit angeht, stimme ich dir ohne Wenn und Aber zu. Werwolf vor 9 Jahren
Stimme dir auch uneingeschränkt zu, Mibu. Diese Unverfrorenheit hat schon fast was Herabsetzendes. Und von "was" Deutschland regiert wird, ist ein unhaltbarer Zustand. Einerseits sind die Parteien mit sich selbst beschäftigt. Da gibt es wechelseitige Kannibalisierung der Unionsparteien, die sich wegen unterschiedlicher Kursrichtungen und zu erwartender innerparteilicher Aufstände wahrscheinlich eher selbst zugrunde rumoren noch bevor sie abgewählt werden können, und das 5%-Problem der Liberalen mit ihrem unrettbar beschädigten Schwesterwelle, deren Wähler ihre Stimme zurückhaben wollen. Selbst die Sozialdemokraten in ihrer Oppositionsecke krebsen mehr an ihrer Identitätsfindung herum, als dass sie eine ernstzunehmende Alternative darstellten. Andererseits ist es unglaublich, wie viele Politiker (und auch Expolitiker) sich als Streitkräfte für die Konzerne vor deren Karren spannen lassen. Ein Ulrich Müller von Lobbycontrol sagt: "Mit Konzernchefs verhandeln - ein Beispiel, wie Politik nicht sein darf." (Für interessierte Dorfbewohner: http://www.lobbycontrol.de/blog/) "Eins muss jeder verstehen: Dass die Wirtschaft nämlich dem Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt." Ja, Werwolf, ein solches Denken sollte bei jedem vorhanden sein. Nur was, wenn - so im übertragenen Sinne - die "Geister, die ich rief" zu übermächtig werden? Der Neoliberalismus hat nichts Freiheitlich-Liberales und erst recht nichts Soziales. Hier ist der Markt der Souverän, und der diktiert - leider. Welches Instrument wäre dem Volk in die Hand gegeben? Volker Pispers ist genial. Regine vor 9 Jahren
Ach, Regine, da gibt es Viele: Petitionen, Demonstrationen, Boykotte, Schweinereien öffentlich machen, den Saustall im Bundestag abwählen, sich engagieren und andere mitziehen. Das hat schon bei Vielem funktioniert. Walmart hat dadurch die BRD verlassen, und der "Butterfinger" mit Genmais konnte sich in Schland nie durchsetzen. Es sind schon viele Menschen dabei, etwas zu tun, aber es müssen noch mindestens doppelt so viele werden. Werwolf vor 9 Jahren
Ja, stimmt. Schon im Kleinen kann man etwas bewirken, Werwolf, wie z.B. Boykottieren bzw. Nachfragen bestimmter Dinge. Manches gestaltet sich aber leider recht hartnäckig. Regierungen und Parteien neigen im Allgemeinen nicht dazu, freiwillig von ihrer Macht etwas abzugeben. Es ist frustrierend, wie vor diesem Hintergrund der Demokratiegedanke zur Farce gerät, selbst wenn die Bürger darum kämpfen und wieder aktiv in die Gestaltung ihrer Lebensbedingungen eingreifen wollen. Das Beckmann'sche-Kerner-Gelaber ist zwar nicht jedermanns Kost, war aber gestern doch mal wieder ganz interessant, was vorgesetzt wurde. Welche Textbausteine und Argumente unser Umwelt-Röttgen aus der Tasche zauberte, als Ranga Yogeshwar, Diplom-Physiker und Wissenschaftsjournalist, diesem in der Runde auf den Kopf zugesagte, dass der ganze Atom-Deal doch rein ökonomisch begründet sei. Tipp übrigens: Heute, 09.11., um 21:00 im WDR Quarks & Co Atommüll — Endlager verzweifelt gesucht ("Quarks & Co ... verrät außerdem, welche Rolle die Politik beim Thema Kernenergie spielt und warum die Stromkonzerne an ihrem Müll sogar noch verdienen.") Regine vor 9 Jahren
Sofort stoppen, den "Feldversuch"! Regine vor 8 Jahren
Ach, das machen die freiwillig nie. Die probieren es erst einmal mit kleineren Atomen Mibu vor 8 Jahren
Feldversuche machen die im Berliner Kasperletheater immer wieder. Mal mit Atomkraft, mal mit hirnlosen Gesetzen. Bad boy vor 7 Jahren