Trend 128 Gerade im Trend: schlotzig
Pisswurst
Lackel
Daddy

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Daddys sind die jungen Familienväter ab 30, die mit ihrer Familie - zumeist komplett in Jack-Wolfskin-Sachen gekleidet - abhängen und sich nur untereinander - also mit anderen Daddys - in sogenannten Daddykneipen umgeben. Sie sind der Inbegriff des Spießbürgertums, obwohl sie sich im besten Alter befinden.

Peter: "Na, gestern noch unterwegs gewesen?" Kalle: "Jo, sind in so 'ne Daddy-Kneipe rein! Der blanke Horror!"

User male 48 Oma tiffe (Niedersachsen) vor 8 Jahren
Trend 128
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Ich wette, Oma Tiffe ist unverheiratet und kinderlos *ggg* Speckkäfer vor 8 Jahren
so siehts aus! ;) Oma tiffe vor 8 Jahren
"Spießbürgertum" will ich nicht sagen... Ich denke, sobald jemand stolzer Papa ist, findet eine Werteverschiebung statt. Übrigens auch bei stolzen Mamas. Das ist naturgegeben. Ich selbst habe bei mir damals festgestellt, dass sich u.a. mein ganzes Autofahrverhalten änderte. Umsichtiger, Tempo angepasst. Unterschwellig im Hinterkopf von der Vorstellung begleitet, zwischen zwei parkenden Autos oder hinter der nächsten uneinsehbaren Abbiegung könnte so ein kleiner Zwerg auf die Straße rennen. Und klar umgeben sich solche Männer mit Männern, mit denen sie sich austauschen können. Vielleicht haben diese Zusammenkünfte ein bisschen was von Selbsthilfegruppe. Denn so cool und stolz Männer dann auch sind, schwingt eine Verunsicherung mit. Wie haben die anderen das Problem mit den Drei-Monats-Koliken bewältigt. Welche Tricks gibt es, dass die Ableger durchschlafen? Wollhöschen oder Pampers? Wie klappt es mit dem Pimpern? So geht der Austausch weiter - über Kindergarten- und Schulzeit... Schon Axel Hacke schreibt: "Es gab Elterngenerationen, die wussten genau, worin Erziehung zu bestehen habe. Die hatten Konzepte – ich weiß bloß nicht, ob es die richtigen waren. Wir hingegen sind nicht autoritär. Wir sind auch nicht antiautoritär. Wir wurschteln uns so durch. Manchmal denken wir, wir machen alles falsch. Aber wir wollen nicht larmoyant sein. Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, und kleine Kinder lieben wir auch, mit kurzen Unterbrechungen jedenfalls." "Jack Wolfskin" ist einfach nur praktisch, wenn man ständig eingesaut wird. Dass diese Typen nicht mehr (oder weniger) mit kinderlosen Männern biertrinkend abhängen, ist nur eine Interessensfrage. Das sind dann eben Daddys. Die können nicht anders. Eine Art Versorungs- und Umsorgungstrieb ist einfach da. Man kann sich nicht dagegen wehren. Die Kinder halten einen damit gefangen. Und wir die Kinder. Erst mit fortschreitendem Kindesalter sollte eine Ablösung stattfinden und man aus diesem "besoffenen" und zugleich gereiften Zustand heraus sehen, dass es noch immer auch andere Dinge (und sich selber) gibt. Regine vor 8 Jahren