Trend 128 Gerade im Trend: Heilig's Blechle!
bildungsfernes Prekariat

bildungsfernes Prekariat

Bedeutet soviel wie "arm UND ungebildet", bezeichnet den Teil der ökonomischen Unterschicht, welcher unterschieden werden kann vom akademischen Lumpenproletariat (Leute, die gebildet und trotzdem verarmt sind). Zeichnet sich durch restringierten Code (rudimentäre Sprache) und eigenen Soziolekt aus, dessen besondere Eigenschaften falsche Grammatik und als unfein angesehene Wortwahl sind. Weitere Eigenheiten sind die Substituierung stringenter Argumentation durch Lautstärke oder rohes Verhalten und starke Akzeptanz von Gewalttätigkeit. Auch bestimmte Namensgebungen wie der schon stereotype "Kevin" sind dort prozentual häufiger als in der Mittelschicht, Oberschicht oder dem akademischen Lumpenproletariat. Ebenfalls verbreitet sind funktionaler oder totaler Analphabetismus, Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und weitere soziale Probleme.

Alfred: "Hör dir das mal an!" Aus der Nachbarwohnung: "Schantalle, wenn du das nicht bleiben lässt, dann tut das Schallern!" Mortimer: "Meine Güte, wir sind ja selbst böse auf den Hund gekommen, aber das bildungsferne Prekariat entsetzt mich doch stets aufs Neue."

Jens zu Sören: "Ich bin da schon seit drei Jahren im Stadtteil aktiv, aber das bildungsferne Prekariat zu politisieren ist ein Job für jemand, der Vateregewichstdannhaettestdunureinmal_gestunken) und Mutter erschlagen hat."

Lehrer Meyer zu Lehrer Müller: "Dieser Kevin-Pascal macht mich noch mürbe. Der ist so dumm, dass mit dem, was er nicht weiß, auch noch der Rest der Klasse sitzen bleiben könnte. Zu meiner Zeit hatten wir das Alphabet in einer Woche gelernt und haben gelesen, und der haspelt und stottert sich durch die Sätze, dass ich erbrechen könnte. Was wir heute durch nehmen hat er morgen schon vergessen." Lehrer Müller: "Bildungsfernes Prekariat. Er sieht einfach nicht ein, dass er lernen muss. Die Geschwister sind auch schon auf der Sonderschule, und die Mutter ist dauernd besoffen. Ein Fall fürs Jugendamt, aber die sitzen sich ja nur den Hintern platt."

User male 48 Werwolf (Niedersachsen) vor 8 Jahren
Trend 128
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Also, Wölfi, Deinen ersten Satz habe ich hin und her gedreht und gewendet...den Sinn habe ich nicht gefunden. Kann es sein, daß das Argumentationsareal Deines Hirns hier Trick 17 mit Selbstüberlistung gemacht hat? ;-)) Johnny_g. vor 8 Jahren
Einfach erklärt: Es gibt Leute, die gebildet sind und in Armut gerieten. Es gibt aber auch Leute, die völlig ungebildet sind und schon immer arm waren. Werde den Eintrag korrigieren. Werwolf vor 8 Jahren
Jetzt habe ich verstanden, daß ich zur ersten Kategorie gehöre ;-)) Johnny_g. vor 8 Jahren
Super! Das trifft's auf den Punkt! "Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern"... klar, wenn die da hineingeboren und sozialisiert werden. Regine vor 8 Jahren
Ich bin nich' arm, ich habe nur kein Geld.... Gisbört vor 8 Jahren
Du hast Geld, das ist nur woanders..... Johnny_g. vor 8 Jahren
Und wo ist meins? Regine vor 8 Jahren
In der Tasche von Herrn Ackermann, Herrn Zumwinkel oder Herrn Mehdorn... Werwolf vor 8 Jahren
Dort kommt es wenigstens nicht weg. ;-) Geisenau vor 8 Jahren
Bildungsfernes Prekariat - ja, leider, das gibt es. Es gehört zur Realität jeder Gesellschaft, daß es Schwächere gibt. Entscheidend ist, wie sie damit umgeht. Zum Prekariat werden die Leute gemacht - durch die Verhältnisse. Ich bin für eine solidarische Gesellschaft - eine Gesellschaft, die auch diesen Leuten hilft, das bestmögliche aus ihrem Leben zu machen. Rückenkratzer vor 8 Jahren
Ich auch. Werwolf vor 8 Jahren
Kreuzberg, Neukölln und solche Ecken lassen grüssen. Da sind sie meistens zu Hause. Bad boy vor 7 Jahren