Trend 128 Gerade im Trend: Schwurbler
Madre Domestos

Madre Domestos

Der Ausruf "Madre Domestos" ist in Teilen Hannovers und des Umlandes verbreitet. Er wird benutzt als Satzanhängsel, um seiner Wut und Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen. Diese in meinen Ohren etwas lächerlich klingende Formulierung könnte eine simple Erklärung haben: Meine (ungesicherte!!!) Theorie besagt, dass dieser Ausruf aus dem "Madre do deus!" der portugiesischen oder dem "Madre de diós!" der spanischen Gastarbeiter hervorging, von den deutschen Kollegen missverstanden und dann verballhornt wurde.

In den genannten Sprachen wird die Formulierung, die übersetzt "Mutter Gottes!" heißt, nämlich als blasphemisch-schimpfendes Element ans Ende eines Satzes gesetzt oder auch allein benutzt, wenn sich jemand aufregt. Blasphemisches Fluchen ist gerade in katholisch beeinflussten Gegenden sehr verbreitet. Vergleich: Das bayrische "Herrgottsakra!" oder "Kruzifixnochamal!"

Paul auf dem Bau: "Ich hab doch dreißig Säcke Zement bestellt, und jetzt sind wieder nur 14 da, Madre Domestos!"

User male 48 Werwolf (Niedersachsen) vor 9 Jahren
Trend 128
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WoW.. Klasse Voting bisher. 3 Votes und als Ergebnis 2 Sterne. Und so schnell. Wahnsinn... Ich schreite mal ein mit 5* Mibu vor 9 Jahren
Danke, Mibu! In diesen Zeiten brauchen wir die innermundmischliche Solidarität. Werwolf vor 9 Jahren
innermundmischliche Solidarität.....;-)) Johnny_g. vor 9 Jahren
Klar, Johnny_G, Stützvotings für qualitativ hochwertige Einträge. Speckkäfer vor 9 Jahren
...oder wie "Gott verdamm' mich", aus dem dann das "Verdelli" wurde. Regine vor 9 Jahren
"Made Dermestes"? Das ist doch der Speckkäfer vor der Verpuppungsphase. ;-P Regine vor 9 Jahren
du mußt die Brille aufsetzten, Regine! Aber auch Klasse die Made Dermestes. Mibu vor 9 Jahren
Du weißt doch, Mibu: das Alter... Dazu fällt mir die Geschichte ein mit dem Paar, das als Hochzeitsreise eine Expedition zu einem Naturvolk macht. Zu Ehren der Gäste führt der Oberguru einen wilden Fruchtbarkeitstanz auf, der darin gipfelt, dass er zum Schluss finale-grande-mäßig drei Haselnüsse auf einem Tisch mit seinem Schniedl zertrümmert. Das Paar ist begeistert - welche Anmut, welch eine Kraft - und behält einen so nachhaltigen Eindruck, dass es nach 25 Jahren zur Silberhochzeit beschließt, diese Reise zu wiederholen. Zur großen Überraschung ist der selbe Guru immer noch da. Wieder vollführt er diesen Tanz, wieder zertrümmert er am Schluss mit seinem Außenminister drei Nüsse auf dem Tisch - nur sind's diesmal Kokosnüsse. Das Paar kriegt sich gar nicht mehr ein, überhäuft den Tänzer mit Lobeshymnen. Wie ein solcher Kraftaufwand denn möglich sei; früher schon die harten Haselnüsse und jetzt Kokosnüsse! In DEM Alter? Unfassbar!! "Tja", sagt der, "das ist nicht das Problem, aber die Augen werden auch nicht besser..." Regine vor 9 Jahren