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Sprechende Namen

Sprechende Namen

Alle Namen - ALLE - haben Bedeutungen, die sich teilweise im Nebel der (Sprach-) Geschichte verlieren. Es gibt jedoch noch sehr eindeutige Namen, die jeder noch als "sprechende Namen" erkennt.

Das können Vornamen wie Wilfried (will Frieden), Savannah (Savanne, Steppe), Wolf oder Horst sein, oder Nachnamen wie Rindfleisch, Hacker, Grube, Kacke, Schuster, Geyer, Fick, Schmidt (Schmied), Acker, Bach, Bauer, Hund, Eichel, Holz, Müller...

Schlimm wird es, wenn Namen unbedacht vergeben oder bei der Eheschließung ungünstig bis lächerlich wurden, und Vor- und Nachname zu einem peinlichen oder obszönen sprechenden Namen werden. Es gibt tatsächlich Menschen, die Reiner Zufall oder Wilma Ficken heißen. Manche Namen werden erst durch die Massenmedien zu sprechenden Namen wie Fred Feuerstein oder Bernd Brot.

Der Begriff "sprechender Name", also Namen, bei denen man die Bedeutung noch erfassen kann, wird auch im Umgangsdeutschen gebraucht.

Sofie: "Ich hab so an mich halten müssen. Die ganzen Kommilitonen im Kurs haben sprechende Namen: Rindfleisch, Kotzwinkel, Schlüpfer, Rute, Schaf, Hund..." Birgit: "Das ist noch gar nichts. Ich kannte mal eine Luna Mond und eine Cheyenne Tiger Bauer."

User male 48 Werwolf (Niedersachsen) vor 8 Jahren
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Ich vermisse Prüdpuller, Faulhaut und die anderen Konsorten ! Johnny_g. vor 8 Jahren
Na gisbört heißt dann wohl "Küß´ Bert"! Geisenau vor 8 Jahren
Ne ne, Werwolf, das strapaziert meine großzügige Auslegung, ob ein Eintrag in MM reingehört oder nicht, aber doch. Die Definition, die du lieferst, gehört eher in den Bereich der Namensforschung. Woraus hat sich der Wilfried oder der Böttcher gebildet. "Sprechender Name" dagegen ist ein fester Begriff für ein Stil-Mittel im filmischen und literarischen Bereich und hat nix mit Umgangsdeutsch zu tun. Da werden den Personen der Handlung bewusst bestimmte Namen zugeordnet, welche die Rolle charakterisieren. Dem geneigten Leser oder Zuschauer, wenn der das überhaupt rafft, erschließt sich also schon darüber Eigenschaft oder Funktion des Handelnden. Eine z.B. nervend klammernde Freundin, die es so langsam abzuschütteln gilt, heißt "Ivy" (Efeu), die unstete, leichtfüßige Holly mit Bindungsangst aus "Breakfast at Tiffany’s" heißt "Mrs. Golightly" usw... Selbst Handlungsorte erfahren solche Namensgebung. Regine vor 8 Jahren
*Greisenau* hat wohl wieder mal mit Peter Lustig geduscht.... Gisbört vor 8 Jahren
goRightly ;-) Aber lassen wir die Chinesen sprechen... Geisenau vor 8 Jahren
"Stil-Mittel im filmischen und literarischen Bereich"...so hatte ich das auch gemeint mit meiner Aufforderung zum Eintrag...Fritz-Kevin ist auch so einer... Johnny_g. vor 8 Jahren
Peter Lustig ist ein sehr honoriger Bürger! Geisenau vor 8 Jahren
Was, Johnny? Du hast dazu angestiftet? Aber du hast den Zusammenhang richtig erfasst: "Fritz-Kevin" steht für einen ein Zustand. ;-) Griesbört und Greisenau, ab auf den "ruhigen Stuhl"! Regine vor 8 Jahren
Les' ich jetzt erst... das ist ja mal 'ne interessante Variante, Herr Geisenau, die du da einbringst. "Golightly" und "Gorightly". Als Hinweis auf die Ambivalenz baut Capote den Chinesen ein. Schließlich findet sie ja den "richtigen" Weg. Wenn das beabsichtigt war, ein genialer Streich!! Dass du das so schnell erfasst hast. Oder gibt's irgenwelche Analysehilfen? Regine vor 8 Jahren
Eine Analysehilfe ist Abitur. Aber das hast Du ja. Hauptsache, Du hast es nicht in Bremen gemacht. Dann wäre es nur einem 8. Klasseabschluß Bayerns ebenbürtig. Geisenau vor 8 Jahren
Ich hab' NRW Aprettur. Das ist einem Abschluss Bayerns mit Auszeichnung ebenbürtig. Regine vor 8 Jahren
Den ganzen Tag bin ich traurig. Und dann schreibst Du etwas, und ich muß lachen. DANKE!!! Geisenau vor 8 Jahren
wie süß.. verbal auf die Seele gepinkelt :-)) Mibu vor 8 Jahren
Ach schön! Nicht dafür, Herr Geisenau... Mibu, ich weiß nicht recht, ob es sich um ein herzliches Lachen oder Häme handelt. Vielleicht aus Ungläubigkeit, man könne außerhalb Bayerns was lernen. Regine vor 8 Jahren
hier ist doch niemand hämisch. Bayern! Das Land der Bazis und Resis Mibu vor 8 Jahren
"Vielleicht aus Ungläubigkeit, man könne außerhalb Bayerns was lernen." Deswegen kommt die Gläubigkeit der Welt aus Bayern und residiert in Rom. Der Mann ist Vieles. Aber sicher nicht dumm. Geisenau vor 8 Jahren
Darauf lass' ich mich nicht ein. Regine vor 8 Jahren
@geisenau ...sagte ich doch... "Resi"diert Mibu vor 8 Jahren
Mußt Du ja auch nicht. Du hast schlussendlich Joachim Kardinal Meisner in NRW. Und schon wieder muß ich lachen... Geisenau vor 8 Jahren
Irgendwo müssen die Blüten ja wachsen. Der "Riesen-Bärenklau" wuchert bundesweit. Regine vor 8 Jahren
Meisner, Ratzinger... das sollte mal der Sarrazin überprüfen, ob es da nicht was mit den Genen gibt.. Mibu vor 8 Jahren
Genau. Das Grünzeugs stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde zur "Giftpflanze des Jahres" gewählt. Regine vor 8 Jahren
Das mit "Golightly" und "Gorightly" könnte ja mal jemand bei wikipedia einpflegen. Ich habe mir abgewöhnt, dort zu korrigieren. Aber so bekämen die Leser bei wikipedia mal mit, worum es wirklich in diesem Film ging. Geisenau vor 8 Jahren
In Filmen (auch Büchern) geht's meist darum, die Botschaft zu transportieren, was richtig oder falsch, gut oder böse ist - im jeweiligen kulturellen Kontext - und sie bedienen sich dabei Topoi, deren Ursprung bereits in der klassischen griechischen Antike bzw. Tragödie zu finden ist. Gerade der US-amerikanische Film einer bestimmten Epoche spart nicht mit moralischen Fingerzeigen. Es gibt Regisseure, die mehr oder weniger subtil genau das Moralisieren aufgreifen. Manche wollen auch einfach nur 'n Film gucken. Regine vor 8 Jahren
Tut das not? Regine vor 8 Jahren
Ok. Ich lösche es. Es soll mir aber bitte niemand vorwerfen, daß ich schuld wäre, daß es hier langweilig wird. Geisenau vor 8 Jahren
:-)) Langweilig für wen? Regine vor 8 Jahren
Du darfst raten und hast einen Versuch. Geisenau vor 8 Jahren
Ägypten? Brauch' ich nicht. Hatte Variante Eins schon gelesen. Regine vor 8 Jahren
Richtig. Und in Ägypten bellt der Dackel vor Langeweile weil er nicht angemessen ausgelastet ist. Geisenau vor 8 Jahren
in welchem Buch steht der Code um das hier zu dechiffrieren?? Mibu vor 8 Jahren
"Mische" mal anders angewandt, Mibu. ^^ Regine vor 8 Jahren
Regine, der BEGRIFF "Sprechender Name" ist wissenschaftlich unkorrekt und gehört in die Alltagssprache. Abgesehen davon: Ist euch schon mal aufgefallen, wieviele sprechende Namen es bei Harry Potter gibt? Werwolf vor 8 Jahren
Ich hab' Harry Potter weder gelesen noch angeschaut. Mir fallen aber in weiteren unzähligen Produktionen die "Sprechenden Namen" auf. Deine Definition beschreibt Onomastik: "Alle Namen – ALLE – haben Bedeutungen, die sich teilweise im Nebel der (Sprach)Geschichte verlieren. Es gibt jedoch noch sehr eindeutige Namen, die jeder noch als "sprechende Namen" erkennt." "Sprechender Name" ist in seiner Bedeutung festgelegt, ein Stilmittel, und nicht im Bereich der Namenskunde einzusetzen. Darauf habe ich hingewiesen. Von daher ordne ich ihn durchaus als wissenschaftlich korrekt ein. Umgangs-/Alltagssprache folgt ihren eigenen Regeln. Regine vor 8 Jahren
Du verstehst nicht, was ich sagen will: Das Wort, der Begriff "sprechender Name" ist unkorrekt, weil es kein linguistischer fachbegriff ist. Es ist ein Begriff der Alltagssprache. NICHT der Wissenschaft. Sonst gäbe es nämlich auch "nicht sprechende Namen" in der wissenschaftlichen Terminologie. Da Namen aber IMMER eine Bedeutung haben, nur der Volksmund es anders sieht, nennt der Volksmund es "sprechender Name". Verstehst du jetzt? Es gibt also eine Regel, der die Alltagssprache folgt, nämlich eine in dem Fall wissenschaftlich falsche Unterteilung in sprechende und nicht sprechende Namen. Das ist halt eine andere Regel als die Linguistik (mal hier als Oberbegriff genommen für Namenskunde, Sprachgeschichte, Namenskunde, Pragmatik, Semantik...) hätte. Werwolf vor 8 Jahren
Ich versuche ja, deinen Pfaden zu folgen, Werwolf. Kann den Ansatz auch verstehen und nachvollziehen. Es ist vielleicht so, dass der Volksmund den Begriff geprägt hat. Das kann ich nicht nachprüfen. In einer Museums-Buchdruckerei habe ich gelernt, dass der Beiname des Johannes Gensfleisch sich daraus herleitete, dass die Ahnen auf irgendeinem Berg" wohnten - und um Verwechselungen zu vermeiden waren das eben die vom guten Berg. Später: Gutenberg. Umgangssprachlich kann man nun auch da von einem "sprechenden Namen" reden - zerpflückte man die Bezeichnung auf ihren Wortstamm -, weil er Auskunft über Herkunft gibt, aber das gehört in den Bereich der Namensforschung. Auf der Ebene der Erzähltechnik hat "Sprechender Name" sich in der wissen- schaftlichen Terminologie etabliert und wird vereinnahmt als feststehender Begriff für das Stilmittel der auktorialen Charakterisierungstechnik in der literarischen und filmischen Narration. Es gibt keinen anderen aufgeblähten Fachbegriff dafür und ist somit wissenschaftlich korrekt. Publikationen über Literatur- und Filmgestaltung bedienen sich des Ausdrucks und definieren ihn in dem Zusammenhang ganz klar als Bezeichnung für das bewusste Wählen von Namen, um dem Rezipienten (sofort erschließbar oder auch metaphorisch-subtil) Auskunft und Hinweis zu geben auf eine Charakter-, Persönlichkeits-, Funktions- oder Ortsstruktur. Die Bezeichnung "Sprechender Name" als Stilmittel scheint dabei nicht nur eine Definition der Gegenwart zu sein. Wikipedia macht es kürzer: "Sprechende Namen" zählen zu den ältesten Stilmitteln der Literatur. Bereits in der mündlichen Überlieferung von Mythen und Sagen der verschiedensten Kulturkreise wurden die Akteure häufig mit einem Namen bedacht, der ihre Eigenschaften verdeutlicht." Sagen wir, es gibt "deinen" sprechenden Namen, der uns ursprungstechnisch etwas über (ehemals) real existente Personen oder Orte verrät - die es also gab oder gibt. Und es gibt das wissenschaftlich etablierte Stilmittel "Sprechender Name", bei dem es um das bewusste Wählen von beziehungsreichen Namen für fiktive Protagonisten oder Orte geht. Regine vor 8 Jahren
Ah, in Ordnung! Für die Literaturwissenschaft akzeptiere ich das. Die verwenden teilweise einige Begriffe auch ein wenig anders als die Linguisten. Liebe Mundmischer, ihr saht eben über 36 Einträge die Einführung in die Germanistik (schmunzel) Werwolf vor 8 Jahren
es gab da mal so'n netten Sketch bei Sketchup, in dem eine ehemalige Nachbarin ihr früheres Viertel besucht und dem Apotheker dabei ihre Tochter vorstellt... "wie heißt denn die Kleine?" "Claire..." es folgt ein kurzer smalltalk, darüber, warum die Mutter mit ihrer Familie weggezogen ist. am Ende verabschiedet der Apotheker seine Kundin mit "na dann bis hoffentlich auf bald, Frau Grube..." und man denkt sich zunächst, wo war da denn jetzt der Witz? Carilian vor etwa einem Jahr
ganz unlustig dazu: Herr Fuckhart Fickedusie Dritterzahn vor etwa 10 Monaten