Trend 128 Gerade im Trend: War dein Vater Glaser?
Die gute alte D-Mark

Die gute alte D-Mark

Einst ein Zahlungsmittel, auch nur aus Papier oder Metall bestehend und mit zugewiesenem Wert, da seit Bretton-Woods 1973 nicht mehr durch Goldstandard gedeckt. Aber mit den ZeitenendawurdeFetzenochmitO_geschrieben) der D-Mark verbinden viele Menschen Gefühle von mehr Sicherheit im Alltag, starken Gewerkschaften, wenig Arbeitslosigkeit und allgemein mehr Zuversicht, mehr Lebensfreude und weniger Aggression. Manchmal, wenn man an "früher" denkt, also an die Zeit vor dem Euro, kommen nostalgische Gedanken auf... Früher war zwar nicht alles besser, aber vieles anders, und man konnte sich in dem Rahmen sicher fühlen, während heute vor allem tausend Fragezeichen stehen.

Die D-Mark ist somit ein Symbol einer vergangenen Zeit, in der soziale Sicherheit, Zuverlässigkeit und respektvolles Miteinander im Alltag noch Standard waren. Auch, wenn es damals kein richtiges Internet wie heute gab, und alles ein wenig geruhsamer ging. Sicher birgt der Blick zurück auch die Gefahr, unrealistisch zu werden und alles zu verklären - auch damals gab es horrende Missstände, allerdings weniger als heute - aber wir denken doch gerne noch an sie zurück, die gute alte D-Mark.

Jens: "Ach, Mensch, schon wieder Ebbe auf dem Konto. Früher, da war das Geld noch was wert." Paul: "Ja, Mensch, die gute alte D-Mark. Da hatten wir auch noch den Schmidt, den Brandt und Kündigungsschutz." Jens: "Und mit seinem Lohn kam jeder gut klar."

Hannes: "Mama, an was denkst du, wenn du an früher denkst?" Mama: "Ach, Junge... Damals kam man in die Firma, und wenn man nicht wirklich Mist machte, blieb man da bis zur Verrentung. Es gab kaum U-Bahn-Schläger, keine 'Heuschrecken', 'Made in Germany' bedeutete noch Qualität, und der Liter Sprit kostete noch eine Mark. Ach ja, die gute alte D-Mark!"

User male 48 Werwolf (Niedersachsen) vor 8 Jahren
Trend 128
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Ja, wie alles im Leben ist auch die Sache mit der D-Mark ambivalent. Früher hast du für 50 Emchen den Aldi-Wagen voll gehabt, heute mit 50 Euro siehst du noch den Boden vom Wagen. Aber die Frage ist, wie die Kaufkraft der DM sich in der Globalisierung entwickelt hätte, wie der Export sich mit der DM weiter entwickelt hätte. Das sind alles*Konjunktivspekulationen*, die auch die klügsten Leute nicht wirklich beantworten können. Ich hab mich entschieden, ich bleibe weiter beim Euro ;-)) Johnny_g. vor 8 Jahren
Sehr komplex. Schön ausgeführt! Regine vor 8 Jahren
Ja, das stimmt!! Beim Gedanken an die gute alte D-Mark wird der *'Generation Rentenloch'* ganz heimelig ums Herz.... ;-) Gisbört vor 8 Jahren
außerdem passt das Wort "Euro" nicht so recht in den allgemeingültigen Sprachschatz.. aus "Ey, Alder.. hasse ma nen Joint oder ne Maak fürn Bus?" wird "Ey, Alder.. hasse ma nen Joint oder nen Euro fürn Bus?" (klingt irgendwie bescheuert) Docdos vor 8 Jahren
Du meinst, wenn er keinen Euro bekommt, aber einen Joint, kann er zwar nicht den Bus nehmen, aber zu seinem Ziel fliegen? Werwolf vor 8 Jahren
Damals hatte ja das große Kapital noch ein bißchen Angst vor der DDR. Deshalb waren die Zugeständnisse größer. Rückenkratzer vor 8 Jahren
War wenigstens was Wert. In der DDR inoffiziell 5 Mark Ost= 1 D-Mark. Bad boy vor 7 Jahren