Trend 128 Gerade im Trend: Hobelschlunze
Copyneger
Nur die großen Katastrophen bringen Fortschritt

Nur die großen Katastrophen bringen Fortschritt

Bisher: Fukushima war vorher undenkbar...nicht so was! Es hat dazu geführt, daß der Anfang der Kehrtwende gemacht wurde....

Nahe Zukunft: Der wankende Euro wird vom im freien Fall befindlichen Dollar mit in die Tiefe gerissen....Beginn einer noch nie dagewesenen Krise! Glaubt ihr nicht? Abwarten, Fitch und Moody´s und Konsorten schaffen das!

Die Folge: Globales Verständnis, daß wir diese nichtsnutzigen Leute in die Wüste jagen müssen, wenn wir nicht alle Chinesisch lernen wollen....

...man wird ja nochmal träumen dürfen....

User male 48 Johnny_g. (Niedersachsen) vor 5 Jahren
Trend 128
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Bestens! Der Traum könnte durchaus Realität werden. Jeder Zusammenbruch birgt einen Neuanfang. Befinden wir uns womöglich doch auf der Graphlinie nach dem teleologischen Prinzip, an dessen Ende eine bessere Gesellschaft steht? Ich werde jetzt mal endgültig "Der flexible Mensch" von Richard Sennett lesen. Eine Buchbesprechung war verheißungsvoll; grob verkürzt, dass der ruinöse "Kasinokapitalismus" mit allen Begleiterscheiungen sich irgendwann aufbläht und supernovamäßig den Abgang macht, weil menschlich, soziologisch nicht haltbar. Zur Zeit wohl aktueller denn je. Man soll sich seiner Krankheiten schämen und freuen, denn sie sind nichts anderes als ausgetragene Verschuldung. ^C.M.^ Regine vor 5 Jahren
Die Tatsache, dass der Kapitalismus an seinen Widersprüchen zugrunde gehen muss, ist altbekannt. Das stellte schon vor mehr als hundert Jahren ein Herr Marx aus dem Rheinland fest... Werwolf vor 5 Jahren
Das ist kein Plädoyer für den Kommunismus (ebenso nicht das Buch). Gleichmacherei ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Da bleibt die Kreativität auf der Strecke. Regine vor 5 Jahren
Kommunismus ist im Grunde eine wunderbare Theorie, die nur leider am Egoismus des Individuums scheitert. Scheitern muss, denn jeder ist beseelt davon, sich die Taschen zu füllen, wenn wir mal ehrlich sind. Speckkäfer vor 5 Jahren
Egoismus möchte ich per se als menschlich und richtig und nicht negativ konnotiert sehen. Überlebenswichtig. Was du meinst, ist unsoziales Verhalten, Raffgier. Das heiße ich auch nicht gut. Nicht nur daran scheitert Kommunismus. Wie gesagt, der Kommunismus raubt die Kreativität. Ich kann nicht "leider" sagen, wenn das am Egoismus des Individuums scheitert. Scheitern muss, weil das Bestreben in eines jeden Ego-Natur liegt, individuell zu sein. Regine vor 5 Jahren
@ Regine: Stellt sich doch die Frage, wie individuell wir denn wirklich sind, mal von den üblichen Individualparametern des Menschen abgesehen. Die Mode gibt uns eine bestimmte Richtung vor, ich sehe auf der Straße Leute, die aussehen, als würden sie Uniform tragen. Karierte Freizeithemden aus dem Sortiment von C&A (Collection Asociale), knielange Cargohosen und modische Flipflops habe ich heute statistisch an jedem zweiten Mann beobachtet, fand ich wenig individuell, wenn ich ehrlich bin. Die Hochachtung, beinahe Verehrung nicht weniger Zeitgenossen vor großen Namen wie Lamborghini und Ferrari und Aston Martin oder Austin-Healey ist für mich auch nicht individuell. Jeder einzelne Mensch mag den Drang haben, individuell zu sein, doch die Menschheit ist es nicht. Vieles ist uniform, vieles wird gleichgeschaltet, und was außerhalb der Normen steht, wird a) milde belächelt oder b) argwöhnisch beäugt oder c) verhöhnt und verspottet, und diese Erkenntnis beruht auf gelebter Erfahrung. Speckkäfer vor 5 Jahren
Speckkäfer, diesbezüglich hast du sicher Recht. Aber diese "Jägerzaun"-Sache meinte ich nicht. Ich wollte nicht über Klamotten diskutieren. Bei fünf Läden, die karierte Hemden anbieten, kannst du bezüglich Laden und Hemd immer noch wählen. Das nur im Kleinen. Oktroyierte Gleichschaltung am besten noch in Verbindung mit Zuteilung stumpft ab. Es geht um die Freiheit, auch anders sein zu dürfen. Auch, wenn du glaubst, dass eh alles gleich ist - erstens sehe ich das nicht so, zweitens besteht zumindest die Möglichkeit, neue Nischen zu entdecken und zu bedienen. Nur so kann Dynamik und Entwicklung entstehen. Auch wenn eine Sache zum Scheitern verurteilt ist, kann man immer noch daraus lernen. Verordnete Gleichmachung ist Stillstand. Lamborghini oder Ferrari wären in solchen Systemen nie entwickelt worden. Mal abgesehen vom zweifelhaften Nutzen solcher Karossen würdest gerade du doch eingehen, wenn du nur ein Einheitsauto vor der Nase hättest. Ästhetik, Gestaltung, Kunst - der Mensch lebt nicht vom Brot allein. In einem lieblosen Einheitsbrei würde mir die Luft fehlen. Dann lieber belächelt werden. Regine vor 5 Jahren
@ Regine: Siescher, hasse rescht, vom System aufgezwungene Gleichschaltung stumpft ab, da is wat dran. Ich bin heilfroh, daß es den Kommunismus nicht gibt, und daß mir keiner erzählt, wie ich zu leben habe. Auch finde ich es völlig in Ordnung, unsere Kanzlette "Kanzlette" nennen zu dürfen, ohne gleich zum Steinekloppen nach Sibirien verfrachtet zu werden. Ich glaube nicht von vornherein, daß alles eh gleich ist, ich glaube einfach, daß jedes individuelle Individuum keinen rechten Gebrauch von der Möglichkeit macht, sich abzuheben. Mir geht's da wie Dir: in einem Einheitsbrei ersticke ich, warum sonst fahre ich im Alltag automobile Klassiker? Weil's meinem persönlichen Schick entspricht, Speckkäfers Way of Drive sozusagen. Da gibt's auch genug kritische Stimmen, die mich als "Umweltsau" beschimpfen, weil die Klassiker eben keine Kat haben, doch das soll meinen Arsch nicht kratzen. Ich lebe in einem freien Land, und ich kann innerhalb des gesetzlich Zulässigen tun und lassen, was ich für richtig halte. Die meisten Leute jedoch orientieren sich stark an dem, was andere machen, und nichts anderes wollte ich zum Ausdruck bringen :-) Speckkäfer vor 5 Jahren
Ohne Masse kein Hervorheben. "...unsere Kanzlette "Kanzlette" nennen zu dürfen, ohne gleich zum Steinekloppen nach Sibirien verfrachtet zu werden." Danke für den Lacher. :-) Regine vor 5 Jahren
johnny_g.: "wenn wir nicht alle Chinesisch lernen wollen" - Ein politischer Witz in der DDR, Anfang 80er: "Die DDR im Jahre 2050 - kleine zänkische Provinz am Rande Chinas" - Wir sind wohl auf dem Weg dahin. Aber wer hätte gedacht, daß der Westen mitgeht? - Schlagzeile dieser Tage: "China droht USA mit Herabstufung" Rückenkratzer vor 5 Jahren
Tja, ja, der Fortschritt - nach Lesen des Eintrags und Sichtung der Kommentare is' man schon versucht die Frage zu stellen, ob es ein Fortschritt is', wenn ein Kannibale Messer und Gabel benutzt.... Gisbört vor 5 Jahren
Siehe mein Spruch auf Toyota. Es gibt nix was es nicht gibt. Dollarkrise, Eurokrise wer weiß es besser. Bad boy vor 4 Jahren