Trend 128 Gerade im Trend: Mutterklötzchen
31er

31er

31er sind Leute, die um ihre eigene Haut zu retten jemand anderes bei der Polizei verraten. Sie werden auch "Zinker" oder "Snitches" genannt.

§31 BtMG Strafmilderung oder Absehen von Strafe:

"Das Gericht kann die Strafe mildern oder von einer Bestrafung absehen, wenn der Täter durch freiwillige Offenbarung seines Wissens dazu beigetragen hat, dass Straftaten anderer aufgedeckt werden können."

Fun Fact 1: In Mafiakreisen feiert man nicht den 31.

Fun Fact 2: 31 heißt auf türkisch Selbstbefriedigung ("Otuz bir").

User male 48 Neuling (Baden-Württemberg) vor 3 Jahren
Trend 128
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Also Denunzianten. Speckkäfer vor 2 Jahren
Na ja, ganz so kannste das auch nich' sagen. Wie Neuling ja richtig ausgeführt hat, wollen diese Leute ja ihren eigenen Arsch damit retten, indem sie über ihren eigenen Tatbeitrag hinaus Dinge preisgeben, mit der Folge evtl. Strafmilderung. Ein Denunziant tut das ja gern mal aus freien Stücken, ohne den Leidendruck einer U-Haft zu spüren. Gisbört vor 2 Jahren
1312 Luke vor etwa 8 Monaten
Ganz früher (aus dem Englischen hergeleitet) und auch neuerdings wieder nannte/nennt man diese Leute im deutschsprachigen Raum "Kronzeugen" (Zeugen, die "für die Krone" = Staatsanwaltschaft aussagen), die für ihre Aussage mit einer milden oder ganz ohne Strafe davon kamen/kommen. In Deutschland fand sich diese "Kronzeugenregelung" bis 2009 nur im Betäubungsmittelgesetz, und dort halt im § 31. Seit 2009 gibt es auch in Deutschland eine allgemeine Kronzeugenregelung im (allg.) Strafrecht, die vom Grundsatz fast identisch mit § 31 BtmG ist. Sie findet sich in § 46b StGB: § 46b Hilfe zur Aufklärung oder Verhinderung von schweren Straftaten (1) 1Wenn der Täter einer Straftat, die mit einer im Mindestmaß erhöhten Freiheitsstrafe oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht ist, 1. durch freiwilliges Offenbaren seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, dass eine Tat nach § 100a Abs. 2 der Strafprozessordnung, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht, aufgedeckt werden konnte, oder 2. freiwillig sein Wissen so rechtzeitig einer Dienststelle offenbart, dass eine Tat nach § 100a Abs. 2 der Strafprozessordnung, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht und von deren Planung er weiß, noch verhindert werden kann, kann das Gericht die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern, wobei an die Stelle ausschließlich angedrohter lebenslanger Freiheitsstrafe eine Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren tritt. 2Für die Einordnung als Straftat, die mit einer im Mindestmaß erhöhten Freiheitsstrafe bedroht ist, werden nur Schärfungen für besonders schwere Fälle und keine Milderungen berücksichtigt. 3War der Täter an der Tat beteiligt, muss sich sein Beitrag zur Aufklärung nach Satz 1 Nr. 1 über den eigenen Tatbeitrag hinaus erstrecken. 4Anstelle einer Milderung kann das Gericht von Strafe absehen, wenn die Straftat ausschließlich mit zeitiger Freiheitsstrafe bedroht ist und der Täter keine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren verwirkt hat. Camerone vor etwa einem Monat
Hmmm, warum funktioniert die Formatierung hier nicht? Ist ja voll unübersichtlich ... !! Camerone vor etwa einem Monat
Hey, El Camerone, die Formatierung ist mir auch undurchsichtig, allerdings sind aber auch die meisten Eintraege hier sowieso eher formlos. Nur mal aus allgemeinem Interesse: glaubst du (islam-, regierungs- oder Mundmische-)kritische Mundmischeeinträge, -Kommentare könnten (bald) unter das neue Zensur-Netzwerkgesetz fallen? Im Voraus vielen Dank. Gruß, Dritterzahn vor etwa einem Monat