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Mach mir keine Visematentchen

Mach mir keine Visematentchen

"Mach mir keine Visematentchen"

Ein "Warn"-Spruch von Müttern (und Vätern) aus dem Aachener Raum zur Zeit der Besatzungszeit nach dem 1. Weltkrieg an ihre Töchter.

Bedeutung: Vise ma tent (franz.) = Besuch im Zelt

Die Töchter sollten davon abgehalten bzw. davor gewarnt werden, die Zeltlager der französischen Besatzung im Rheinland abends oder nachts (unerlaubterweise) zu besuchen bzw. zu beglücken. Offensichtlich hat das nicht immer geklappt, denn es entstanden viele "Mischehen" und auch unglückliche "Allein Erziehende" bzw. wohl auch einige (verheimlichte) Abtreibungen bei sogenannten "Engelmacherinnen".

Auch heutzutage wird der Ausspruch immer noch gerne und oft im Großraum Aachen benutzt, hat aber heute eher die Bedeutung angenommen von ... siehe Beispiel:

"Mach keinen Unsinn!" "Mach keinen Blödsinn!" "Lass die Zicken!" "Zick oder albere nicht so rum!"

User male 48 Printenmaennchen (Nordrhein-Westfalen) vor 5 Jahren
Trend 128
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Selten so einen Blödsinn gelesen. Erstens: das Wort heißt Fisimatenten. Und zweitens: Belege für das Wort gibt es schon aus der Zeit deutlich vor der französischen Besatzung. Tachokilo vor 5 Jahren
ich kenne es auch unter "Visimatente" (singular) abgeleitet von "visite ma tente" = "besuche mein Zelt"... - in der Bedeutung eines Versprechens (hier vordergründig "Schutz gewähren") dessen Einhaltung niemals geplant war... ___ als solches spätestens seit den napoleonischen Feldzügen bekannt, wenn nicht schon früher... ___ eine andere mir bekannte Schreibweise wäre noch "Fiesematenten" abgeleitet von "Fiesling" bzw. "fiese Lüge"... Carilian vor 2 Jahren