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italienisches Eisen

italienisches Eisen

ist kein Qualitätsprodukt der italienischen Schwerindustrie, stinkt aber trotzdem. Es lässt sich in fast allen Farben einfärben, hat einen für Eisen erstaunlich niedrigen Schmelzpunkt und kriegt vom Streicheln Kratzer. Italienisches Eisen fand und findet Verwendung in Qualitätsprodukten wie dem Leukoplastbomber der DDR, Apples Akkuladeschale in Cocobolo-Bärlauchoptik sowie dem Sepp-Blatter-Gedächtnis-Fußball aus echtem Leder. Zur Anschaffung empfohlen!

"Schorsch, renn mal zum Ausbildungsleiter und besorg uns schnell mal ein ordentliches Stück italienisches Eisen, um die vom Gabelstapler überfahrene Katze vom Asphalt zu kratzen."

"Waschmaschine aus echt italienischem Eisen mit integrierter Sollbruchstelle. Darauf geben wir 3 Jahre Garantie"

"Eugen-Hugo, da haste ja eine ordentliche Delle in Dein Gefährt gefahren. Wie haste denn das angestellt?" - "Ja, keine schöne Sache, die da gestern passiert ist. Fahr da so lang auf der Straße als vor mir plötzlich so ein Katzenjunges auftaucht. Voll mitgenommen. Und dann haste so eine Beule drin, in deiner Schürze. Ist heute alles nicht mehr so die Qualität, alles nur noch billiges italienisches Eisen. Mit Krupp-Stahl wäre das sicher nicht passiert. Und auch das kleine Kätzchen wäre dann sofort tot gewesen. So hat's aber noch mindestens 'ne Viertel Stunde gezuckt und mit dem Tode gerungen, das arme Ding. Hab ein schönes Video davon gemacht. Willste mal sehen?"

User male 48 Flatulentia (Baden-Württemberg) vor 3 Jahren
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WAS ist denn jetzt "italienisches Eisen"? (Das mit der überfahrenen Katze ist nicht nett.) Regine vor 3 Jahren
Der Trabant ist aus Plastik, Mobilfunktelefonschalen sind aus Plastik, und auch Fußbälle sind heutzutage in der Regel aus Vollplastik (auch wenn ein Blatter sie unter anderem Namen vermarkten würde). - Und ob das mit der Katze nun nett ist oder nicht, nett wem gegenüber eigentlich? Der Katze gegenüber? Dem Azubi gegenüber? Oder dem Leser gegenüber? Mein Anliegen ist, dass der Ausdruck möglichst leicht hängen bleibt. Und wenn eine überfahrene Katze einen Gedankenanker bieten kann, dann überfahren wir halt eine imaginäre Katze (oder sollten wir ein Katzenjunges draus machen?). Und wenn dann Du, werter Leser, des nächtens einmal unversehens und sehr heftig eine Katze mit der plastinen Frontschürze deines heißgeliebten Stink-und-Knall-Gefährts küsst, und dann besorgt über die eingerissene Delle dieser Frontschürze tasten wirst, dann weißt Du ja jetzt aus welchem Material die Frontverkleidung gemacht ist: aus italienischem Eisen. Flatulentia vor 3 Jahren
Auch der Golf I war z.T. aus Importblechen aus dem Ostblock gebastelt worden. Der hohe Buntmetallanteil sorgte für viel Rost. Billythekid vor 3 Jahren
Ok, es ist also entweder Plastikkram oder billiges Blech aus dem Osten. Und was hat das mit Italien zu tun? --------- Ich würde kein Gefährt mit Frontschürze haben, sowas schon gar nicht heiß lieben, und bevor ich mich über irgendwelche Dellen sorgte, würde ich erstmal endbesorgt nach der Katze schauen. Meine bildschönen Kater werden besser doch keine Freigänger. Bei dem Irrenhaus da draußen. ------------ Billy, der Golf II war da wohl besser. Ich habe meinen letztes Jahr verkauft, mit 30 Jahren hatte der echt wenig Rost. Regine vor 3 Jahren
Der war besser, da lief sicher noch nach 30 Jahren die Wachsversiegelung aus der Heckklappe bei längerer Parkzeit in der Sonne. Den hättest du besser behalten. Ersatzteile gibt es doch billig. Billythekid vor 3 Jahren
Ungefähr so stimmt es :) Der war gut wachsversiegelt. Leider, auch wenn Teile günstig sind, habe ich nicht das KnowHow, sie zu verbauen. Bis zum Ölwechsel klappte es ja noch, aber es hätte doch vorn am Domlager geschweißt werden müssen. Hinzu kommt, dass ich ihn von U-Kat auf G-Kat hätte umrüsten lassen müssen. Ich hatte zuvor zwar ein Magermix einbauen lassen wegen der Plakette, aber durch die magere Versorgung lief der Motor elend ruckelig. Auch wenn mein Schrauber kein Halsabschneider ist, das Ganze wäre unverhältnismäßig teuer geworden. Mit tat's ja auch leid, das Auto herzugeben... Regine vor 3 Jahren
der Trabant ist mitnichten aus Kuststoff, sondern ein Kunststoffbeplankter Stahlrahmen... allerdings hatte der zumeist russische Stahl durchaus ähnliche Qualitäten wie italienisches Eisen... immer daran denken: in den 1970ern und 80ern arbeiteten namhafte westliche Fahrzeughersteller weitgehend erfolglos an Autos mit einer Vollkunststoff-(Fiberglas oder Carbon)-Karosserie - und in der DDR soll nahezu jedermann - seit 1956 - mit so etwas herumgefahren sein? naja - die Carbon-Monocoques der Formel 1 sind aus diesen Experimenten hervorgegangen... - für die Massenproduktion aber viel zu aufwendig und zu teuer... Carilian vor etwa 4 Monaten
die Mundmische ist ja auch kein 'Wörterbuch der Umgangssprache' nehr sondern n ADAC /Motorwelt-Heftchen Dollypardong vor etwa 2 Monaten