Trend 128 Gerade im Trend: Kuttenlecker

Angsttrompeter

Angsttrompeter sitzen überall. in den Büros, an den Werkbänken und auch in den Schulen und Unis. Vor allem aber sitzen sie in den Medien, bei TV-Sendern, beim Radio und in den Zeitungsredaktionen. Aber auch im "normalen" Leben sind sie anzutreffen, in den Familien und in Freundeskreisen.

Sie lassen keine Gelegenheit aus, wenn es darum geht, anderen Menschen ordentlich Angst einzujagen und Katastrophenszenarien zu schildern. Kein einziger Bereich des öffentlichen - und auch privaten Lebens - ist vor den Angsttrompetern sicher. Sie baden förmlich in manchmal echten, aber mehr noch in frei erfundenen und dann noch monströs aufgeblasenen Horrormeldungen.

Legitimiert fühlen sie sich durch ihre selbsterklärte hohe bis höchste moralische Position, durch die sie sich befähigt sehen, der Gesellschaft vom hohen Ross herab Lektionen zu erteilen, um alle anderen, die nicht gleich ihrer Meinung sind zum "Umdenken" zu bewegen. Wenn das nicht klappt, dann versuchen sie eben, das "Umdenken" durch Verbote zu erzwingen.

Themen gibt es reichlich: Gentechnik, Atomkraft, Gift in Lebensmitteln, Feinstaub, Dieselverbot, Nitrat im Trinkwasser, Altersarmut, Gendergerechtigkeit, Krankenhauskeime, Fahrverbote etc. Die Liste ließe sich unendlich fortführen.

Kati: Boaah, wir waren gestern zusammen mit Gundi essen, es war der Horror! Erst mal hat sie uns unser Steak madig gemacht, wegen der Antibiotika und wegen des Regenwaldes, dann war der Wein dran, wegen der Insektizide und dann hat sie noch die Leni fertig gemacht, wegen des Feinstaubs und weil die mit ihrem alten Diesel gekommen war. Und als sie dann noch erfahren hat, dass ich mit Berni vorigen Monat in Südafrika war, hat sie sie uns erklärt, dass wir alle zusammen eine ganz beschissene Ökobilanz aufweisen und wir mit unserem gigantischen ökologischen Fussabdruck Schuld seien, wenn der Planet den Bach runtergeht.

Sanni: Ja, ich weiß, seit die Gundi ehrenamtlich bei Greenpeace mitmacht, ist sie ein echter Angsttrompeter.

User male 48 Fisch von bek (Hamburg) vor etwa 2 Monaten
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