Trend 128 Gerade im Trend: War dein Vater Glaser?
Butte
Sprengel

Sprengel

Das Wort Sprengel (ursprünglich: sprengel oder sprengil als Name für den Weihwassersprenger des katholischen Priesters oder Bischofs) bezeichnet heute in bestimmten deutschen evangelischen Landeskirchen oder Freikirchen den Wirkungsbereich ihrer Regionalbischöfe. Deren Wirkungsbereich ist deckungsgleich mit Teilen des Wirkungsbereiches des kirchenleitenden Bischofs oder der kirchenleitenden Bischöfin. Sprengel gibt es in jenen Evangelischen Kirchen, die so groß sind, dass bestimmte bischöfliche Aufgaben an Regionalbischöfe delegiert werden müssen, die dabei eine der folgenden Dienstbezeichnungen tragen: Landessuperintendent, Generalsuperintendent, Propst, Prälat. Zu dem jeweiligen Sprengel gehören diejenigen Kirchenkreise und Kirchengemeinden, die im Wirkungsbereich des Regionalbischofs liegen. Jeder Sprengel ist dabei ein besonderer historisch gewachsener kirchlicher Lebensbereich evangelischer Christen mit eigenen Frömmigkeitsformen und wird nicht mehr nur als mittlere Verwaltungsebene in der Hierarchie der Evangelischen Kirche verstanden, sondern auch als Summe aller Angebote und Aktivitäten von Christen in ihren Kirchengemeinden und Kirchenkreisen.

Ein Sprengel ist mit einem Regierungsbezirk in der allgemeinen Verwaltung vergleichbar. In zahlreichen Kirchen wird anstelle des Wortes Sprengel die Bezeichnung Kirchenkreis, Prälatur oder Propstei verwendet. In Österreich entspricht die (Landes-)Superintendentur zwar einem Sprengel, aber nur der Gesamtkirche steht ein Bischof vor.

User male 48 Mattes1203 (Hamburg) vor 2 Jahren
Trend 128
Trend 128
Auch die Knappschaft in der damaligen Funktion als sozial absichernde Vereinigung der Bergleute hatten Sprengel. (Bergmann/Knappe) 'Sprengel' vermutlich abgeleitet von dem von dir beschriebenen kirchlichen Begriff, eben auch zum Zwecke der Aufgabendelegierung. So gab es Knappschaftsälteste in einem zugeteilten Bezirk, die als Ansprechperson fungierten oder bei Bedarf Hausbesuche machten. Ich kannte persönlich noch einen. Vor 20 Jahren besuchte der noch nach Bergmann-Ableben die Witwen und half bei den Rentenanträgen. Heute ist die Knappschaft eine große Krankenversicherung. Regine vor 2 Jahren