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einen Türken bauen

einen Türken bauen

alte Redewendung: offiziell: einen Sachverhalt bewusst unrichtig darstellen.

wird üblicherweise mit "Betrug" gleichgesetzt und gilt daher gemeinhin als diskriminierend, weil es "den Türken" per se betrügerische Absichten unterstellt....

geht aber angeblich auf die Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nordostseekanal) durch Kaiser Wilhelm II zurück. dabei wurde für jeden anwesenden Abgesandten eines Staates die jeweilige Nationalhymne gespielt. als türkische Würdenträger ankamen, kannte niemand die türkische Hymne, jedoch erkannte der Kapellmeister den Halbmond auf der türkischen Flagge und ließ daher das Lied „Guter Mond, du gehst so stille..." anstimmen.

es ist anzunehmen, dass, außer der türkischen Delegation selbst, niemand die Täuschung bemerkt haben dürfte... ____ wegen dieser Geschichte meine ich, sollte "einen Türken bauen" eher mit "wohlwollendem Flunkern" als mit "Lügen in betrügerischer Absicht" assoziiert werden...

"dieses Gerät für 4000€ soll meine Rohrleitungen vor dem Verkalken schützen..."

"hab ich von gehört... aber das ist eigentlich profane Physik, was soll daran 4000€ wert sein? pass mal besser auf, dass Dir der Händler da keinen Türken baut..."

User male 48 Carilian (Bayern) vor etwa einem Jahr
Trend 128
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Vielleicht sollten Sie, wie der Wissenschaftliche Rat der Dudenredaktion, noch dazusagen, dass der Ausdruck von Türken und Dürken oft als diskriminierend empfunden wird; sonst hieße es noch 'Taqib' (-die koranisch empfohlene, arglistige Täuschung ziemlich lebensunwuerdiger Falschgläubiger) sei ein türkisch-osmanisches Phänomen... : ) Dritterzahn vor etwa 5 Monaten