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ginge es beim Sündenfall tatsächlich um das Naschen von verbotenen Früchten, dann wären Zahnschmerzen doch die gerechtere Strafe gewesen

ginge es beim Sündenfall tatsächlich um das Naschen von verbotenen Früchten, dann wären Zahnschmerzen doch die gerechtere Strafe gewesen

mein Lieblingsthema... :-)

für mich beschreibt die Sündenphallsgeschichte - sehr poetisch - das erste "erste Mal"...

wie alt sind Adam und Eva? - ich denke mal, im besten Teenager-Alter... - also hormonell eh schon eher auf Krawall gebürstet...

um welche Bäume geht es? - den Baum des Lebens und den Baum von Wissen_will) und Erkenntnis... nehmen wir den Baum des Lebens doch mal als Metapher für eine Frau und den Baum der Erkenntnis als Metapher für einen Mann...

was wird den beiden versprochen? - "ihr werdet sein wie Gott. ihr werdet unterscheiden können zwischen gut und böse..." - wer entscheidet denn für Jugendliche, was "gut und richtig" und was "falsch und böse" ist? - üblicherweise doch die Eltern, bzw. Erwachsene im Allgemeinen...

es geht also darum, erwachsen zu werden... - die Volksmythologie hält den Beischlaf für ein geeignetes Mittel, um zum Mann, bzw. zur Frau zu werden... - und dabei sollen wir uns auch noch göttlich fühlen... :-)

wer hatte Adam und Eva aufgeklärt? - niemand!

woher sollten sie also wissen, welche Konsequenzen das haben würde, wenn eine jung-Frau den Biss der Schlange spürt, die in den Bäumen des Wissen_will)s wohnt? - das konnten sie nicht wissen! aber wir werden heute noch regel-mäßig daran erinnert... - in der jüdischen Tradition gilt eine jung-Frau dabei dann auch noch als "unrein" (uns alles, was sie berührt... - soll aber trotzdem irgendwie ein koscheres Essen zaubern!?)...

"wenn Gott Liebe ist..." - dann tun wir das, was wir ohne Liebe tun, ohne Gott, und die in der jüdisch/christlichen Vorstellung ist gottloses Tun Sünde...

handelten Adam und Eva aus Liebe? - oder war es doch eher nur profane Neugier?

sollte das Verbot, nicht von den Früchten zu naschen, auf immer und ewig gelten? - davon ist meines Erachtens nirgendwo die Rede... ist es aber andererseits nicht üblich, dass Eltern ihre jungendlichen Kinder vor allzu frühen sexuellen Erfahrungen schützen wollen? (auch wenn uns die Medien bisweilen etwas anderes sugerieren...)

ein weiterer Hinweis, dass es um Sex geht: die Strafen für die Übertretung des Verbots... der Frau werden Schmerzen bei der Geburt angekündigt... - der Mann wird vom Forscher, Abenteurer und Eroberer (jugendliche Träumerei) zum Ernährer der Familie (Verantwortung übernehmen = erwachsene Realität) degradiert... dazu sei der Acker verflucht, auf dem er "im Schweiße seines Angesichts" dem Broterwerb nachgehen soll...

zudem soll Zwietracht herrschen zwischen Mensch und Schlange... und nun "wohnt" da etwas in uns mann-Geborenen, das uns an eine Schlange erinnert (und in anderen Ländern auch "one eyed trouser snake" - also "einäugige Hosenschlange" - genannt wird)...

ginge es tatsächlich um die orale Befriedigung eines nur allzu menschlichen Bedürfnisses (Hunger natürlich!), wären Zahnschmerzen - für beide - doch eine viel gerechtere Strafe gewesen! - im Übrigen sollen Zahnschmerzen mit Geburtswehen vergleichbar sein...

im Schöpfungsmythos meiner alten Welt, befürchtete die Mutter Erde, dass sich der Mann in "geistigen Welten" verlieren könne und sie dann "mit Füßen treten" würde...

deshalb brachte sie eine Schlange als Verbündete zu ihm, die ihn stets daran erinnern sollte, dass auch er ein Kind der heiligen Mutter Erde ist...

User male 48 Carilian (Bayern) vor etwa 2 Monaten
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"... im Übrigen sollen Zahnschmerzen mit Geburtswehen vergleichbar sein..." _______ NEVER! Regine vor etwa 2 Monaten
Ansonsten sehr schöne Betrachtungen. In entdeckten Schriften, die sehr viel früheren Zeitfensters entstammen als die der Bibel, ist die Aussage der Adam und Eva Geschichte so, dass Halbgott Adam Mist gebaut und den Apfel gepflückt hat und dass Eva es war, die ihn aus der Nummer rausgeboxt hat, so dass er zumindest als Mensch weiterleben durfte. Diese Schriften liegen irgendwo in einem Museum aufbewahrt, weiß aber nicht mehr, in welchem. Die Doku darüber lief vor 2 Jahren oder so. Da die Männchen lieber eine patriarchalisch geprägte Gesellschaft wollten, wurde die ältere Urversion einfach unterdrückt und die spätere bekannte von dem verwerflichen sündigen Weibsbild Eva kolportiert. Das weibliche Geschlecht lässt sich besser unterjochen, wenn unzählige Generationen darauf konditioniert werden, das die Frau schlecht sei. Bis heute nicht ein Wort dazu, von keiner religiösen Institution, nichts wird umgeschrieben, umgedeutet, nichtmal relativiert. Das ist gelinde gesagt skandalös. ______________ Ja, ob "Kirschen in Nachbars Garten" von Peter Alexander oder der Paradiesapfel, Früchte stehen doch immer metaphorisch für's Sexuelle. Regine vor etwa 2 Monaten