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Stille-Post-Effekt

Stille-Post-Effekt

Um den Stille-Post-Effekt zu verstehen, muss man zunächst wissen, was stille Post eigentlich ist. Stille Post in ein Gruppenspiel für Kinder. Dieses Spiel wird nach den folgenden Regeln gespielt: Am Anfang) flüstert eine Person einer zweiten etwas ins Ohr. Diese muss, was sie gehört haben, der nächsten Person ins Ohr flüstern usw. Am Ende muss die letzte Person in der Reihe laut vorsagen, was sie gehört hat. Sehr oft kommt dabei etwas völlig anderes heraus, als ursprünglich gesagt wurde. Das liegt daran, dass die Spieler das Gesagte oft falsch verstehen und somit falsch weitergeben. Dies geschieht häufig ohne Absicht.

Aufgrund dieses Phänomens im Spiel "Stille Post" hat sich in der Kommunikation der Begriff "Stille-Post-Effekt" gebildet. Oft geben Menschen nämlich eine Botschaft, die sie gehört haben, falsch weiter, weil sie diese falsch verstanden haben. Am Ende kommt etwas völlig Falsches dabei heraus. Dies kann schon mal zu Problemen führen, weil dadurch ernsthafte Fehler entstehen können.

Vereinfacht gesagt: Stille-Post-Effekt bedeutet, dass Missverständnisse immer weiter getragen werden.

Der Geschäftsführer einer Firma gibt eine verbindliche Arbeitsanweisung für alle Mitarbeiter. In diesem Beispiel lautet die Anweisung "Pizza". Dies ergibt keinen zwar Sinn. Es ist aber nur ein Beispiel, um den Stille-Post-Effekt zu erklären.

Dies Anweisung teilt er in einem Meeting seinen Abteilungsleitern mit. Der Leiter der Buchhaltung versteht aber nicht "Pizza“, sondern "Nizza". Deshalb gibt er die Anweisung "Nizza" an die seine Teamleiter weiter. Der Leiter der Kreditorenbuchhaltung versteht die schon falsche Anweisung "Nizza" wieder falsch als "Spitzer". Somit gibt er an seine Mitarbeiter die Anweisung "Spitzer" weiter.

Ein Sachbearbeiter hat wiederum "Glitzer" verstanden und führt dann bei seiner Arbeit die Anweisung "Glitzer" aus. Dies ist natürlich nicht richtig und führt zu Fehlern. Aber es ist keine böse Absicht. Der Mitarbeit hat die Anweisung nämlich so verstanden und denkt, dass es so richtig sei. Wenn dieser Mitarbeiter dann einen Auszubildenden einarbeiten soll, erklärt er ihm dann auch die Anweisung "Glitzer". Zu Erinnerung: Eigentlich kam von der Geschäftsführung die Anweisung "Pizza". Beim Auszubildenden kommt aber nicht "Glitzer", sondern "Blitzer" an. Und wenn der Auszubildende dann einen Praktikanten) einarbeitet, versteht der Praktikant vielleicht Sitzer. Und das ist der Stille-Post-Effekt. Über je mehr Menschen eine Botschaft weitergeben wird, umso falscher kann sie werden.

User male 48 David simpson (Hessen) vor 10 Tagen
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